Tag 3 – Midtown Manhattan
Der Tag begann ähnlich wie der letzte. Überdurchschnittlich gutes Frühstück um 8Uhr nach welchem uns der Hausherr mit seinem Auto zur Journal Square Path Way Station gefahren hat. „For Free“, natürlich. Am Fahrscheinautomat zeigt sich zum ersten Mal, dass die New Yorker hilfsbereite Menschen sind. Die Dame hinter mir erklärt, wie ich eine Metrocard bekomme. Die Tatsache bestätigt sich, nachdem uns ein Herr von selbst aus den richtigen Weg zu unserem Einstieg zeigt. Rein in den Zug und raus an der 33St.
Als wir die Treppen am Ausgang hinaufsteigen begrüßt uns schon die erste Attraktion des Tages. Das Empire State Building ragt majestätisch vor uns in den diesigen New Yorker Morgenhimmel. Auch hier gibt es nur die Worte „Verdammt hoch“, die dieses Gebäude beschreiben, wenn man als kleiner Bayer davor steht. Den Ausblick von da oben wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und zahlen die 19$ Eintritt, passieren den Sicherheitscheck (welcher wesentlich lascher ist als bei der Freiheitsstatue), um mit dem Aufzug bis in den 86. Stock zu fahren. Für die Spitze (Stock 101) verlangen sie noch mal 16 Bucks, aber das schenken wir uns. New York aus 320 Metern Höhe sieht aus wie grauer Ameisenbau in Schachbrettformation. Von der Stadt selbst geht ein sonores Grundrauschen aus, das wahrscheinlich von 1Million Klimaanlagen erzeugt wird (ist nur ein Verdacht). „Hey! Da unten sehe ich das Kaufhaus Macy’s.“ Angeblich ist es ja das größte der Welt. Sieht aber von da oben gar nicht sooo groß aus.
Wir entdecken natürlich auch noch weitere bekannte Gebäude: Crysler Building, Trump Tower und die Brooklyn Bridge sind ein paar davon. Foto hier, Filmchen da und wir machen uns wieder auf zum Abstieg. Zumindest wären wir gerne auch zu Fuß wieder runter gegangen, um ein Gefühl von der Höhe zu bekommen, nur leider war das nicht möglich.
Der weitere Weg führt uns mit einem Vanilla Latte bewaffnet die 5th Avenue hinauf Richtung Central Park. Wir kommen am Designerladen Abercrombie & Fitch vorbei, bei dem eine beachtliche Schlange ansteht um überhaupt rein zu kommen. Vorbei am Trump Tower und kurz vor dem Central Park sehen wir plötzlich das Mekka aller Mac-Fans,
der Apple Store an der 5th Avenue. Schon cool der Glas-Apfel. Wir kaufen zwar nichts, spielen aber mit dem Gedanken einem Mitarbeiter das „Mac-Genius“ T-Shirt vom Leib zu reißen und davon zu laufen. Der Central Park Besuch fällt sehr spartanisch aus, denn wir wollen schnell runter zum Rockefeller Plaza. Wahrscheinlich ist dieser Spot eindrucksvoller im Winter, wenn alles mit weißem Schnee bedeckt ist und der riesige Weihnachtsbaum davor steht. So ist es nur ein weiteres sehr hohes Gebäude, finde ich. Wo sind wir eigentlich danach hin? Ach ja, Gourmet Restaurant Mittagsessen → McDonald ☺. 
Das nächste „Must“ auf unsere Tour ist der Time Square. Mit seinen übergroßen Werbedisplays, bunten Laufschriften und beleuchteten Tafeln verschafft uns dieser Ort eine ordentliche Reizüberflutung. Da sich an diesem Punkt die 7th Avenue und der Broadway kreuzen befinden sich hier auch viele Musicaltheater inklusive Ticketschalter (bei dem eine dreiviertel Stunde vor Kartenverkauf schon eine recht lange Schlange steht). Der nächste Gedanke war: „Durst!“. Wo bekommen wir jetzt was zu trinken ohne was zu essen bestellen zu müssen? Die Bar im Planet Hollywood war die Lösung unserer Probleme. Hier ist vor allem die Behandlung auf der Toilette zu erwähnen die seinesgleichen sucht (zumindest in Deutschland kommt das wahrscheinlich nicht mal in 5Sterne Tempeln vor). Der nette Mister an den Waschbecken gibt mir einen Spitzer Seife in die Hand, dreht den Hahn auf, nach kurzer Zeit wieder ab und gibt mir Abschließend ein Papiertuch zum Abtrocknen. Das ist mir den Dollar auf jeden Fall wert. Ab hier trennten sich unsere Wege, denn wir sind ins Macy’s, Klems und Ulla sind in den größten Fotoladen NYC’s. 
Das Kaufhaus hat geschätzt soviel Klamotten wie ganz Weiden zusammen. Darin kann man locker eine Woche verbringen, ohne dass man sich langweilt (welcher unwissende Idiot hat denn da vorhin was von „sooo groß ist das ja gar nicht“ gesagt?!).
Wir kaufen ein paar Sachen und machen uns auf den Weg vorbei am Flatiron Building (meiner Meinung nach das schönste Gebäude in NYC durch seine Dreiecksform), zum Abendessen bei „Heartland Brewery“. Nachdem wir wahrscheinlich noch eine Einheimische statt nach New Jersey nach Hoboken geschickt haben, endet dieser Tag bei einem kühlen Sam Adams auf der Terrasse.
(Eintrag geschrieben auf unserer Terrasse mit Blick auf die nächtliche Skyline von Manhattan)


