Tag 1 – Ankunft in New York

Ich fang mal schon in London beim Einchecken an. Die haben uns stichprobenartig rausgezogen und gefilzt. Tasche auspacken, alle elektrischen Geräte anmachen (hier hat mein Airport 3 offene WLANs gefunden), Schuhe aus (nach 8Stunden Reisezeit? …gut wenn er das aushält) und Hosentaschen ausleeren. Nichts dabei! War ja klar, also rein in den Flieger und nach 7 Stunden, Landeanflug auf New York City.

Der JFK-Flughafen wirkt auf den ersten Blick gar nicht so riesig wie er beschrieben wird. Es geht nach dem Aussteigen erst mal zur Passkontrolle (als ob wir das heute noch nicht schon gemacht hätten), bei dem uns der nette Border Officer sagt, dass wir Nachts nicht in Jersey City spazieren gehen sollten… naja das klingt ja schon mal gut! :-( Aber egal, Koffer schnappen, danach Leihauto holen und ab zur Unterkunft. Leichter gesagt als getan. Denn als wir aus dem Flughafen Terminal rausgehen, stehen wir vor einer Menge Taxis und einem riesigen Parkhaus, aber von Hertz und co. keine Spur! Mist! Der Flughafen ist doch etwas größer denn mit dem „Airport Air Train“ geht’s eine Station weiter, bei der wir unseren Mietwagen holen konnten (der Herr am Schalten hat sich noch beklagt, dass gerade ein Mitarbeiter für die Nachtschicht abgesagt hat, er aber mit Sicherheit bald nach Hause geht). So, Navi anschließen und Koffer einpacken (in der Reihenfolge) und ab geht’s durch New York.

Wir haben uns entschlossen, über Staten Island nach Jersey City zu fahren. Dabei überqueren wir die Verrazano Narrows Bridge (mit schönen Hinweisschildern auf der Brücke weder zu Fotografieren noch zu Filmen). Oh, war die Spitze, die man da hinten rechts sieht das Empire State Building? Hm, glaub schon. Ein paar Meter, Moment wir sind in den USA… Ein paar Meilen weiter und wir haben einen Ersten Blick auf die New Yorker Skyline. Das schaut schon groß aus, zumindest größer als Grafenwöhr. ;-) Also nun runter vom Highway und rein nach Staten Island.

Der erste Eindruck dieser Vorstadt ist: Also sooo groß bauen die hier doch gar nicht. Straßen sind normal breit, Häuser 2Stockwerke hoch und alles wirkt etwas zusammengeflickt. Beim Versuch einen Ausblickspunkt zu finden verfahren wir uns aber in eine gehobenere Siedlung, in der ein S8 vor einem X5 steht. OK, hier kann man keine guten Fotos machen, also dann weiter doch zur Unterkunft. „Sie haben ihr Ziel erreicht“, erzählt uns die laszive Frauenstimme unseres elektronischen Reiseführers. Juchuuu ! Navi geht!

Unser Bed and Breakfast wertet die Gegend landschaftlich etwas auf,  würde ich sagen, denn der Rest sieht für Europäische Verhältnisse nach Gettho aus. Aber dafür ist die Unterkunft eine positive Überraschung, kostenlose Getränke, Obst und Kaffee, WLAN unverschlüsselt (scheiß egal soll halt halb NJ auf seine Kosten surven), TV und Telefon.

Alles was dieser Tag noch hergab, nach 24 Stunden Travel, war ein Ausflug zum Liquor Store, um von einem Mexikaner ein Sixpack Miller und ein paar Budweiser zu kaufen und der Anruf bei einem chinesischen Lieferservice. Leider kamen die Speisen nicht in diesen quadratischen weißen Schachteln, die ich aus „King of Queens“ kenne und es kam auch nur die Hälfte. Ist ja wie in Weiden am Bahnhof, da versteht man das Deutsch des Chinesen genau so wenig wie hier sein Englisch! “Nin tlenty feif, pleas“, 9.25$ wollte er sagen, glaub ich. So jetzt, die überlaute Klimaanlage auf Sleep stellen und ab ins Bett!

Tag 2 – Liberty Island –>

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